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Sparpläne als Altersvorsorge, mit oder ohne Riester

Fondssparpläne

Die Riester-Variante Fondssparplan erfreut sich wachsender Beliebtheit. Ende März gab es bereits über 1,3 Millionen Fondssparer – das entspricht einer Vervierfachung innerhalb von zwei Jahren. Sie alle können direkt von den Chancen des Aktienmarkts profitieren, was vor allem bei langen Anlagezeiträumen attraktive Erträge verspricht. Somit sind Riester-fähige Fondssparpläne vor allem für jüngere Sparer die renditeträchtigste Lösung.

So sind Fondssparpläne vor allem für renditebewusste und jüngere Anleger attraktiv. Und das bei einem überschaubaren Risiko: Wie bei allen Riester-Verträgen sind auch bei Fondssparplänen mindestens die eingezahlten Beiträge garantiert. Selbst für den unwahrscheinlichen Fall, dass die Fonds über die gesamte Laufzeit Verluste bringen sollten, käme für Riester-Sparer ein Plus heraus. Denn Zulagen und die in der Regel anfallenden Steuervorteile stellen automatisch eine positive Rendite der Eigenbeiträge sicher.

Banksparpläne

Für ältere Sparer sind Banksparpläne eine gute Wahl: Sie bieten als Pluspunkte Sicherheit, niedrige Kosten und Flexibilität. Nur rund vier Prozent der Riester-Sparer haben sich bisher für einen Banksparplan entschieden.
Wer einen Sparplan abschließen will, muss sich an Genossenschaftsbanken und Sparkassen halten. Dabei wird zwischen zwei verschiedenen Arten unterschieden: Sparpläne mit der Umlaufrendite als Richtzins offerieren meist Volks- und Raiffeisenbanken. Sie zeichnen sich vor allem durch hohe Transparenz aus. Ihre Richtgröße ist eine anerkannte Maßzahl für die Rendite von Bundeswertpapieren unterschiedlicher Laufzeiten, die börsentäglich festgestellt und veröffentlicht wird. So können Anleger die Entwicklung – meist werden die Riester-Konditionen quartalsweise angepasst – leicht nachvollziehen.
Bei den häufig von Sparkassen angebotenen Sparplänen ist das schwieriger. Die laufzeitabhängigen Zinstreppen und Bonuszahlungen machen die Produkte jedoch insbesondere bei einem längeren Anlagehorizont interessant.

Versicherungssparpläne

Von Anfang an kamen die Riester-Angebote der Assekuranz am besten bei den Sparern an. Und immer noch nehmen sie mit fast 80 Prozent den größten Anteil ein. Offeriert werden sowohl klassische als auch fondsgebundene Policen. Klassische Tarife eignen sich besonders gut für sicherheitsbewusste Anleger. Denn der Versicherer garantiert eine Mindestrente. Bei Neuverträgen wird derzeit eine Verzinsung der Sparbeiträge (Prämien abzüglich Kosten) in Höhe von 2,25 Prozent zugesagt.

In der Regel fallen die erwirtschafteten Überschüsse jedoch höher aus. So haben die Unternehmen etwa für das Jahr 2007 bei Riester-Tarifen eine Rendite von durchschnittlich 4,24 Prozent deklariert. Anleger sollten jedoch bedenken: Wie bei ungeförderten privaten Rentenpolicen investieren die Anlageprofis der Assekuranz die Kundengelder und die staatlichen Zuschüsse überwiegend in sichere Zinspapiere. Sparer können damit weniger von den Chancen des Kapitalmarkts profitieren. Anders bei Riester-Fondspolicen: Die Sparbeiträge werden vorwiegend in Investmentfonds angelegt. Garantiert ist nur der Kapitalerhalt der gezahlten Beiträge.

Fonds selbst auswählen

Im Gegensatz zu den Angeboten der Fondsgesellschaften können Anleger die Fondsauswahl sogar meist selbst übernehmen. Viele Unternehmen offerieren zudem gemanagte Strategien. Der Sparer gibt dann nur eine bestimmte Strategie vor (etwa Sicherheit oder Wachstum) und überlässt die Zusammenstellung des Fondsportfolios den Experten. Wichtig ist immer, dass der Versicherer viele gute Fonds im Angebot hat.

Verbraucherschützer kritisieren häufig die Gebührenbelastung von Riester-Versicherungen. Vor allem in den ersten fünf Vertragsjahren drückt die Abschlussprovision, bei der Allianz zum Beispiel vier Prozent der Beitragssumme, auf die Rendite. Allerdings kann die Assekuranz oftmals mit garantierten Rentenansprüchen in Abhängigkeit vom zu Rentenbeginn vorhandenen Vermögen punkten. Sparer können sich so Renten auf Basis der heute geltenden Sterbetafeln sichern. Bei Abschluss sollten sie daher immer auf einen nachhaltigen Rentengarantiefaktor achten.
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